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Magazin 02/19 Slider Städtereise

BORDEAUX

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Fotografie: Christine Zenz
Text: Marion Michels, Christine Zenz

Das historische Zentrum von Bordeaux, liebevoll Port de la Lune genannt, zählt aufgrund seines aussergewöhnlichen architektonischen Ensembles seit 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bei einem Spaziergang durch seine Strassen und Gassen fühlt man sich in eine andere Epoche versetzt: Barocke Plätze und klassizistische Bürgerhausfassaden prägen das Stadtbild. Die Geschichte der mit kunstvollen Schmiedeisen- und Steinmetzarbeiten verzierten Fassaden der Wohnhäuser reicht zurück bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts. 4000 der aus Sandstein erbauten Häuser Bordeaux’ sind denkmalgeschützt, mehr als irgendwo sonst in Frankreich. Die architektonische Entwicklung dieser Stadt ist seit dem 18. Jahrhundert nahezu lückenlos nachvollziehbar. Bordeaux  hat den Schritt in die Neuzeit gewagt und gewonnen. Seit 2006 besitzt Bordeaux den grössten «Miroir d’Eau» der Welt. Die spektakuläre Inszenierung gegenüber dem «Place de la Bourse» fasziniert mit regelmässig wechselnden Metamorphosen des zwei Zentimeter tiefen Wassers auf der gigantischen Granitplatte: zauberhafte Spielwiese für Kinder, traumhafte Kulisse für Verliebte. Für alle eine perfekte Erfrischung bei Sonnenschein. Bordeaux gilt als die heimliche Hauptstadt Frankreichs. Ihre einzigartigen Bauwerke dokumentieren ihr grosses kulturelles Erbe. Ihre strategisch wichtige Lage und allen voran der Wein zeichnen Bordeaux aus. Während der deutschen Invasionen 1870, 1871, 1914 und 1940 wurde der Regierungssitz von Paris nach Bordeaux verlegt. Wie durch ein Wunder hielten die prachtvollen historischen Gebäude trotz allen Kriegswirren stand. Bordeaux ist mit ihrem gekonnten Spagat zwischen Tradition und Moderne eine Stadt, die bezaubert, verführt und die fasziniert.

PLACE DE LA COMÉDIE

Der monumentale Platz im Herzen von Bordeaux zwischen der «Opéra National de Bordeaux», dem «Grand Théâtre de Bordeaux» und dem Grandhotel Intercontinental am Kopf der berühmtesten Einkaufsstrasse, der «Rue Sainte-Catherine», schwappt über vor Lebensfreude. Unzählige Cafés und Bistros laden zum Verweilen ein. Strassenkünstler sorgen für Unterhaltung. Die rostige Eisenskulptur des Frauenkopfs «Sanna» hat der international renommierte spanische Künstler Jaume Plensa geschaffen. Das Grand Théâtre de Bordeaux wurde aus braunem Naturstein der Region errichtet. Imposant, das Eingangsportal, getragen von zwölf Säulen im korinthischen Stil, mit entsprechenden Kapitellen. Den Place du Parlement hinter dem Place de la Bourse ziert ein eleganter Steinbrunnen mit vier Frauenköpfen. Der ehemalige Marktplatz aus dem 17. Jahrhundert ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Bummel durch die Altstadt. Es fällt schwer, sich an einem schönen Frühlingsabend nicht im faszinierenden Gassengewirr Bordeaux’ zu verlieren.

LA CITÉ DU VIN

Für einen Besuch der «Cité du Vin» sollte man sich Zeit nehmen! Das imposante Gebäude wurde 2016 am linken Ufer der Garonne im Hafenviertel «Port de la Lune» eröffnet. Seine Fassade mit 2500 reflektierenden Aluminiumplatten ist von Weitem sichtbar. Der Glanz des Aluminiums im Sonnenlicht soll die glanzvollen Auftritte der Weine in edlen Gläsern repräsentiert. Die «Cité du Vin» verbindet Museum und Themenpark und setzt auf Animation, Interaktion und Design, ein Muss für alle Liebhaber des Weins. Ausgerüstet mit Kopfhörern und Mobiltelefon erleben die Besucher auf einem spektakulären Multimedia-Parcours die Welt des Weines lustvoll und mit allen Sinnen. Lassen Sie sich ein auf eine weinselige Reise durch Zeit und Raum. Spielerisch erfährt man Spannendes über die Weinbaugebiete der ganzen Welt und die Geheimnisse der Metamorphose von der Traube zum Wein. Eindrucksvoll sind die Wein-Planeten, eine Reihe von interaktiven Globen in begehbaren Flaschen aus Holz, geschaffen, um uns die Besonderheiten der verschiedenen Weinsorten näherzubringen. Im 220°- Kino setzt man sich in einen Schiffsbug und begibt sich mit den Weinhändlern auf eine historische Reise über den Ozean. Ein Parcours der Sinne bringt uns die verschiedenen Duftnoten und Texturen des Weines sowohl durch die Nase wie auch über den Tastsinn näher: Vanille, Lakritz, Samt oder Seide. Wem das noch nicht weinselig genug ist, schnuppert in einem Workshop, sieht sich die temporäre Ausstellung an, verliert sich in der grossen Wein-Bibliothek, besucht die Boutique oder gönnt sich ein exklusives Essen im Restaurant «Le 7». Einen atemberaubenden Panoramablick auf die Stadt geniessen Besucher im achten Stock im «Le Belvédère» unter einem Himmel aus Flaschen. Hier darf man den Wein auswählen und degustieren, der im Eintrittsticket gleich inklusive ist.

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