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Magazin 01/19 Reisen

MALEDIVEN – NIYAMA RIVATE ISLANDS

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Fotografie: Christine Zenz
Text: Marion Michels

Luxus ist Ehrensache!

In der Premiumlounge bei Oman Air in Zürich werden wir mit Champagner begrüsst. Ein wunderbarer Auftakt für unseren luxuriösen Businessclass-Flug nach Maskat, Oman. Himmlisch bequem die Sessel, köstlich die Kulinarik und vollendet der Service. Der brandneue Flughafen in Maskat hat Weltformat und die VIP-Lounge von Oman Air gleicht einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Erholt und fit landen wir einige Stunden später in Malé, der Hauptstadt der Malediven. Hier lebt ein Drittel der gesamten Bevölkerung des Inselstaates eng beieinander. Nur 10 Autominuten vom Flughafen Malé checken wir bei Maldivian Seaplane ein. Das Wasserflugzeug bringt uns in 45 Minuten ans Ziel unserer Träume, auf die Niyama Private Islands. Viel zu kurz die Flugzeit in Anbetracht der spektakulären Aussichten auf eine verwirrende Vielzahl kleiner Inseln, die wie grüne Farbtupfer mit weissen Rändern im türkisblauen Meer Schwimmunterricht zu haben scheinen. Das Niyama-Team erwartet uns nach einer sanften Landung auf der schwimmenden Plattform, die dem Resort gleichzeitig als Boarding- und Bootssteg dient. Es scheint, als hätten unsere Gastgeber den atemberaubenden Sonnenuntergang extra für uns bestellt, so unwirklich schön, so märchenhaft verträumt ist das Szenario. Von den 53 Inseln des fast unberührten Dhaalu-Atolls der Malediven gehören Niyama zwei der schönsten von ihnen, «Play» und «Chill». Ihre Namen stehen für das Programm, das Sie auf diesen Islands erwartet.

Dschungelfeeling

Zum Start in die Wintersaison ist Jade Wood (Bild links), eine Craniosacral- und
Feldenkrais-Therapeutin sowie zertifizierte Yogalehrerin, zu Gast im Spa auf der Insel «Chill». Inspiriert von ihrer malaysischen Grossmutter, einer blinden Heilerin begann Jade Wood bereits als Teenager mit den Disziplinen Yoga, Qigong und Meditation. Sie vermittelt Techniken, die Sie hier trainieren und in Ihrem Alltag wohltuend praktizieren können. Das Gesamt-Spa-Konzept «Drift by Niyama» versteht sich als eine spirituelle Reise, auf der Ruhe, Klarheit, Energie und Vitalität zurückkehren. Dschungelfeeling vermitteln die dichte Vegetation, überragt von riesigen Kokospalmen und mächtigen Bananenstauden, fröhlich lärmendes Vogelgezwitscher als musikalische Begrüssung und ein tropisches Klima mit kurzen Monsunregen. Authentischer kann Inselfeeling auf den Malediven kaum sein. Resort Manager Ashraf (Bild Mitte links) kümmert sich höchstpersönlich und meistens per Fahrrad um das Wohl seiner Gäste. Eines der roten Elektromobilen mit Thakuru- Butler steht stets bereit, um die Gäste zum Ziel ihrer Wünsche zu bringen. Etwa über die Brücke, die die Insel «Chill» mit «Play» verbindet, um in einem der sieben Top- Restaurants an der Beach oder im Urwald zu speisen, sich im Spa zu entspannen oder eine der unzähligen sportlichen Aktivitäten der Insel in Anspruch zu nehmen.

Restaurant Nest

Das Restaurant Nest trägt seinen Namen zu Recht. Wie überdimensional grosse Nester sind Plattformen auf Stelzen zwischen die Baumkronen gebaut. Auf diese Art ist das Ambiente der Plattformen einzig von der üppigen Pflanzenpracht der Insel geprägt. Eine perfekte Bühne für das kulinarische Angebot, das seine Gäste auf eine Reise durch eine Vielzahl asiatischer Küchen einlädt. Bei unserem Besuch geniessen wir die exzellente Küche von Chef Enda. Als Auftakt bestaunen wir seine japanische Kochshow der Extraklasse. Mit breitem Lächeln und mit Hilfe von Kochschaufeln, die er mit flinken Händen wie ein Magier handelt, jongliert er in einem exorbitanten Tempo Eier, die er schlussendlich nach einem Dreifachsalto in seinem Hut auffängt, ohne dass das flüssige Ei beschädigt würde. Sie können sich vorstellen, dass sie im Anschluss an diese Show als Teil des gebratenen Reises besonders köstlich schmecken.

Restaurant Tribal

Executive Chef des Niyama Private Islands ist der junge Franzose Christophe Wehrung (Bild oben rechts) aus dem kleinen französischen Département Moselle. Seit 2002 hat er als Chef in bedeutenden Resorts auf Tahiti, Bora Bora oder in China gewirkt. Der asiatische Raum ist seine Heimat geworden. Hier auf Niyama Private Islands zeichnet er für sechs Restaurants mit völlig unterschiedlichen Foodangeboten verantwortlich. Wir befinden uns im Restaurant Tribal im Dschungel von «Chill». Das Ambiente entführt seine Gäste in ein luxuriöses afrikanisch anmutendes Camp. Eine traditionelle Boma. Die privat anmutenden Tischeinheiten sind am Abend von Fackeln erhellt und von Baldachinen vor Monsunregen geschützt. Die Speisekarte verführt mit Gerichten aus dem Süden und Osten Afrikas und aus Südamerika. Die Gerichte werden zum grossen Teil über offenen Feuern zubereitet. Ein stimmungsvolles Spektakel, das die Visitenkarte zum kulinarischen Erbe der Stammesküchen noch unterstreicht.

Villen, Ocean-Pavillons, Beach- und Familienstudios

Privatsphäre wird in Niyama Private Islands grossgeschrieben. Die kleinste
Zimmerkategorie ist stolze 135 m2 gross, die grösste «The Crescent» bietet Platz für 14 Erwachsene und 8 Kinder. In allen Häusern faszinieren warme Holzarbeiten, geschaffen aus Materialien dieser Gegend, viel Weiss und modernes, klares Design setzen Kontraste. Atemberaubend, grosszügig und elegant ausgestattet die geräumigen Nasszellen, die Spaanlagen gleichen. Regenduschen unter Palmen sind nur eine kleine Selbstverständlichkeit. Ein Aufwachvergnügen der besonderen Art. Am Morgen fällt die Entscheidung schwer. Ein Sprung mit der Taucherbrille ins glasklare Meer vor der Haustür, eine ausgiebige Regendusche oder ein Kaffee am Pool. Individuelle Mobilität versprechen eine Vielzahl von Fahrrädern, die vor jeder Wohneinheit parken. Ausgerüstet mit hohem Lenker, Körbchen und dicken Reifen. Ein sicheres Fortbewegungsmittel auf den weissen Sandwegen der Insel. Vorsicht Linksverkehr!

Unser Tipp für Honeymooner: http://legendstravel.ch

Sea wold

Besonders im Wassersportzentrum FLOAT sind Aktivitäten wie Hochseefischen, Tauchabenteuer, Schnorcheln, Dhoni-Cruises oder Bootstouren angesagt. Die spannenden Welten seltener Korallen sind ganz besonders in Begleitung der jungen französischen Meeresbiologin Emeline Bouchet spannend. Seit dem Herbst 2017 leitet die junge Französin das bedeutende Projekt von Niyama, das sich der Restaurierung der Korallenriffe und ihrer Unterwasserwelten verschrieben hat. Der Klimawandel und die damit steigende Wassertemperatur der Ozeane bedrohen weltweit das Leben der Korallenriffe. Die Resortgäste von Niyama haben die Möglichkeit, bei Emeline eine Koralle zu adoptieren. Dazu werden Korallensplitter auf ein mit Korallensand bestrichenes Stahlgestell montiert und später gemeinsam mit Emeline in den Korallengarten am Hausriff gepflanzt. Die Malediven zählen zu den schönsten Taucherparadiesen. Tausende von Riffkilometern sind noch unberührt und geheimnisvoll. Ein Profiteam von Tauchmeistern im Float- Center schult Anfänger und begleitet Profis auf die besten Tauchspots der Umgebung. Beim Schnorcheln begegnen Sie der Magie des Indischen Ozeans. Vielleicht bei einer Schildkröten-Expedition, einem Ausflug zu den Korallengärten oder auf einer Foto-Safari, um die schönsten Bilder mit nach Hause zu nehmen. Zu den Highlights der Aktivitäten zählt die Beobachtung der Spinner-Delfine, die eine Geschwindigkeit von 55 km/h erreichen und wahre Akrobaten sind.

Restaurant Edge uns Subsix

Einen halben Kilometer von der Küste «Chills» entfernt leuchten die blütenweissen Segel des Restaurants Edge im Indischen Ozean. Das lustige unübersehbar knallrote Boot ist bereit, uns auf die Insel zu fahren, um die Geheimnisse und Schönheiten der zwei Restaurants zu erforschen. Die Fine-Dining-Restaurants sind auf Stelzen in die Lagune gebaut und nur mit dem Boot erreichbar. Im Edge gehören frische Meeresfrüchte, heimische Rifffische, Atoll-Thunfische, Garnelen, Krabben und Lobster zu den Signature-Speisen. Eins der spektakulärsten Erlebnisse der Inselferien ist ein Besuch im Unterwasserrestaurant Subsix, sechs Meter unter des Meeresspiegel. Riesige Panoramafenster geben während des Essens den Blick auf paradiesische Unterwasserwelten der Malediven frei. Man isst, trinkt und tanzt später am Abend zwischen Korallen und bunten Fischschwärmen. Das edle Interieur widerspiegelt seine Umgebung, das Meer. Lampen gleichen Korallen, die Bar erinnert an eine riesige Muschel, die Stühle an maledivische Seeanemonen. Gäste geniessen hier subaquatische Mittagsmenüs, während schillernde Papageien- und Engelsfische, Meeresschildkröten und Muränen interessiert vorübergleiten.

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2 Kommentare

  1. Mathilde M. 19. März 2019

    Was für ein ausführlicher und schöner Reisebericht. Macht Lust auf mehr!

    Antworten
    1. La Tavola Redaktion 19. März 2019

      Vielen herzlichen Dank!

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